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Verhaltensmedizinische Unterstützung bei Verhaltensproblemen von Katzen

Bei Katzen biete ich verhaltensmedizinische Abklärung, Beratung und Betreuung bei unterschiedlichen Verhaltensauffälligkeiten und Problemen im Alltag an.

Du kannst Dich zum Beispiel an mich wenden bei:

  • Unsauberkeit oder verändertem Ausscheidungsverhalten
  • Harnmarkieren
  • Aggression gegenüber Menschen, Katzen oder anderen Tieren
  • Problemen im Mehrkatzenhaushalt
  • Schwierigkeiten bei Zusammenführungen
  • Angst- und Panikverhalten
  • starker Unsicherheit oder Rückzug
  • Stress durch Veränderungen im Zuhause
  • übermäßiger Unruhe oder Reizbarkeit
  • zwanghaft wirkendem Verhalten
  • übermäßigem Putzen, Belecken oder Selbstverletzung
  • plötzlichen Wesens- oder Verhaltensveränderungen
  • nächtlicher Unruhe oder auffälligem Miauen
  • Problemen nach Tierheim-, Tierschutz- oder Auslandserfahrungen
  • aggressivem oder stark ängstlichem Verhalten beim Tierarztbesuch
  • altersbedingten Veränderungen wie Desorientierung, Unruhe oder verändertem Schlaf-Wach-Rhythmus
  • Verhaltensauffälligkeiten, bei denen körperliche Ursachen wie Schmerzen, hormonelle Erkrankungen, Harnwegserkrankungen oder neurologische Veränderungen mitbedacht werden sollen

Gerade Katzen zeigen Belastung oft sehr leise. Manche ziehen sich zurück, andere werden unsauber, reagieren gereizt, vermeiden bestimmte Orte oder wirken plötzlich „anders“. Nicht jedes unerwünschte Verhalten ist automatisch eine Verhaltensstörung. Entscheidend ist, ob das Verhalten für die Katze, ihre Menschen oder das Zusammenleben belastend ist, ob es ungewöhnlich stark ausgeprägt ist oder ob medizinische Ursachen beteiligt sein könnten.

Ziel meiner Arbeit ist es, das Verhalten der Katze nicht nur zu verändern, sondern zu verstehen – medizinisch, emotional und im Alltag ihres Zuhauses. Denn hinter Unsauberkeit, Aggression, Rückzug oder Stress steckt oft mehr als „Protest“ oder „Sturheit“.

Die Therapie kann aus verschiedenen Bausteinen bestehen: medizinischer Abklärung, Anpassungen im Zuhause, Management, Veränderung von Routinen, Beschäftigung, Verbesserung der Ressourcenverteilung, Unterstützung im Mehrkatzenhaushalt sowie – wenn nötig – medikamentöser Unterstützung.

Medikamente dienen in der Verhaltensmedizin nicht dazu, eine Katze ruhigzustellen oder ihre Persönlichkeit zu verändern. Sie können helfen, Angst, Stress oder innere Anspannung so weit zu reduzieren, dass die Katze wieder mehr Sicherheit findet und Veränderung möglich wird. Wenn Angst, Stress oder innere Anspannung zu groß sind, ist Lernen kaum möglich. Erst durch Entlastung und Sicherheit kann eine Katze wieder offen für Veränderung werden.

Verhaltensmedizinische Evaluierung für Katzen

Die Kosten für eine verhaltensmedizinische Evaluierung bei Katzen liegen je nach Aufwand bei 250,– bis 400,– € brutto.

Die Evaluierung beinhaltet die verhaltensmedizinische Einschätzung, die ausführliche Besprechung mit den Besitzer, die Bearbeitung des Falls sowie die Erstellung eines individuellen Therapieplans. Je nach Fragestellung können dabei Themen wie Unsauberkeit, Markieren, Aggression, Rückzug, Stress, Angst, Zusammenführungen oder Probleme im Mehrkatzenhaushalt im Mittelpunkt stehen.

Wenn sinnvoll, ist auch die Besprechung einer medikamentösen Unterstützung sowie die weitere medikamentöse Begleitung im Preis enthalten.

Folgetermine können je nach Bedarf vereinbart werden. Die Kosten liegen bei 80,–  € .

Zusätzliche Kosten können entstehen, wenn erweiterte Untersuchungen, Labor, weiterführende Diagnostik oder eine Überweisung an spezialisierte Kliniken oder Fachärzt notwendig sind. Sollte ein höherer Aufwand absehbar sein, wird dies vorab mit den Besitzer besprochen.

Sollte im Einzelfall ein Hausbesuch notwendig und vorab vereinbart sein, wird zusätzlich ein Fahrt- beziehungsweise Mehraufwand von 0,50 € pro Kilometer verrechnet.

Ablauf der verhaltensmedizinischen Evaluierung

Damit ich mir bereits vor dem Termin ein möglichst gutes Bild machen kann, erhalten Sie zunächst einen ausführlichen Fragebogen. Diesen bitte ich vollständig auszufüllen und vorab an mich zurückzusenden.

Zusätzlich sind alle vorhandenen Unterlagen hilfreich, die medizinisch oder verhaltensbezogen relevant sein könnten. Dazu gehören zum Beispiel tierärztliche Befunde, Laborergebnisse, Vorberichte, bisherige Untersuchungen, Medikamentenpläne oder andere Dokumente, die helfen können, Deine Katze besser zu verstehen.

Gerade bei Katzen sind auch Videos aus dem Alltag sehr wertvoll. Sie zeigen oft Situationen, die im Termin selbst nicht oder nur schwer beobachtet werden können – zum Beispiel Unsauberkeit, Markierverhalten, Konflikte im Mehrkatzenhaushalt, Rückzug, Angstreaktionen, Fressverhalten, Spielverhalten, nächtliche Unruhe oder Stressanzeichen. Je mehr Informationen vorab vorliegen, desto gezielter kann ich mich vorbereiten.

Je nach Fragestellung kann es sein, dass ich ergänzend noch einen weiteren Fragebogen zusende oder um zusätzliche Informationen bitte. Besonders bei Unsauberkeit, Mehrkatzenproblemen, Rückzug oder Konflikten im Zusammenleben kann auch ein Wohnungsplan sehr hilfreich sein, um Ressourcen, Laufwege, Rückzugsorte und mögliche Stresspunkte besser einordnen zu können.

Nach Durchsicht der Unterlagen wird besprochen, wie die weitere Abklärung sinnvoll und möglichst stressarm gestaltet werden kann. Je nach Fragestellung kann eine Vorstellung in der Praxis notwendig sein. In einzelnen Fällen können ergänzende telefonische oder videobasierte Besprechungen sinnvoll sein, zum Beispiel zur Vorbereitung, zur Verlaufskontrolle, zur Besprechung der Umsetzung oder zur Anpassung bereits vereinbarter Maßnahmen.

Eine telefonische oder videobasierte Begleitung ersetzt jedoch keine notwendige tierärztliche Untersuchung oder medizinische Abklärung. Es wird immer individuell entschieden, welche Form der Einschätzung fachlich vertretbar ist und ob zusätzliche Untersuchungen notwendig sind.

Zum Termin gehören eine ausführliche Besprechung, die verhaltensmedizinische Einschätzung sowie – soweit im jeweiligen Fall sinnvoll und möglich – Beobachtung und Beurteilung der Katze. Wenn eine körperliche Untersuchung notwendig und durchführbar ist, können medizinische Einflussfaktoren wie Schmerzen, Erkrankungen, hormonelle Veränderungen oder neurologische Ursachen mitbedacht werden.

Im Anschluss werden alle Informationen zusammengeführt. Je nach Fragestellung entsteht daraus ein individueller Therapieplan mit Empfehlungen zu Alltag, Umgebungsgestaltung, Ressourcenverteilung, Management, Beschäftigung, Stressreduktion, Zusammenführung oder Umgang mit bestimmten Auslösern.

Wenn eine medikamentöse Unterstützung in Betracht kommt, erfolgt diese nur nach tierärztlicher Einschätzung und unter Berücksichtigung der notwendigen Befunde und Untersuchungen. Medikamente dienen dabei nicht dazu, eine Katze ruhigzustellen oder ihre Persönlichkeit zu verändern. Sie können helfen, Angst, Stress oder innere Anspannung zu reduzieren, damit die Katze wieder mehr Sicherheit findet und Veränderung möglich wird.

Sollten weiterführende Untersuchungen, Labor, bildgebende Diagnostik oder eine zusätzliche fachliche Abklärung notwendig sein, wird dies vorab besprochen. 

Hausbesuche sind nur in Ausnahmefällen möglich und werden individuell besprochen.

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