Ablauf

Verhaltensmedizinische Unterstützung bei Verhaltensproblemen von Hunden

Neben gesetzlichen Fragestellungen biete ich verhaltensmedizinische Abklärung und Begleitung bei verschiedenen Verhaltensproblemen von Hunden an.

Du kannst Dich zum Beispiel an mich wenden bei:

  • Angst- und Panikverhalten
  • Aggression gegenüber Menschen, Hunden, Katzen oder anderen Tieren
  • Trennungsstress oder Trennungsangst
  • Geräuschangst, zum Beispiel bei Gewitter, Feuerwerk oder Alltagsgeräuschen
  • übermäßiger Unruhe, Stress oder starker Erregbarkeit
  • übermäßigem Bellen, Jaulen oder Winseln
  • zwanghaft wirkendem Verhalten oder stereotypen Bewegungen
  • Selbstverletzung, übermäßigem Belecken, Benagen oder Kratzen
  • plötzlichen Wesens- oder Verhaltensveränderungen
  • Unsicherheit, Rückzug oder depressiv wirkendem Verhalten
  • Problemen im Zusammenleben mit Menschen oder anderen Tieren
  • Leinenaggression und schwierigen Hundebegegnungen
  • Problemen nach Tierschutz-, Tierheim- oder Auslandserfahrungen
  • Unsauberkeit oder verändertem Ausscheidungsverhalten
  • Problemen im Mehrtierhaushalt
  • altersbedingten Veränderungen wie Desorientierung, Unruhe oder verändertem Schlaf-Wach-Rhythmus
  • Verhaltensauffälligkeiten, bei denen körperliche Ursachen wie Schmerzen, hormonelle Erkrankungen oder neurologische Veränderungen mitbedacht werden sollen

Nicht jedes unerwünschte Verhalten ist automatisch eine Verhaltensstörung. Entscheidend ist, ob das Verhalten für das Tier, seine Menschen oder das Umfeld belastend ist, ob es ungewöhnlich stark ausgeprägt ist oder ob medizinische Ursachen beteiligt sein könnten.

Ziel meiner Arbeit ist es, Verhalten nicht nur zu verändern, sondern seine Ursachen zu verstehen – medizinisch, emotional und im Alltag von Tier und Mensch.

Die Therapie kann aus verschiedenen Bausteinen bestehen: medizinischer Abklärung, Anpassungen im Alltag, Management, Training, Beschäftigung, Verbesserung der Kommunikation sowie – wenn nötig – medikamentöser Unterstützung.

Medikamente dienen in der Verhaltensmedizin nicht dazu, ein Tier ruhigzustellen oder seine Persönlichkeit zu verändern. Sie können helfen, Angst, Stress oder innere Anspannung so weit zu reduzieren, dass das Tier wieder ansprechbar und aufnahmefähig wird. Denn wenn im Kopf Gewitter ist, kann Lernen oft erst dann wieder stattfinden, wenn Entlastung, Sicherheit und Ruhe möglich werden.

Verhaltensmedizinische Evaluierung für Hunde

Die Kosten für eine private verhaltensmedizinische Evaluierung bei Hunden betragen 450,– € brutto.

Die Evaluierung dauert in der Regel ca. 2–4 Stunden und beinhaltet die verhaltensmedizinische Begutachtung, die ausführliche Besprechung mit den Besitzer, die Bearbeitung des Falls sowie die Erstellung eines individuellen Therapieplans.

Wenn sinnvoll, kann auch eine medikamentöse Unterstützung besprochen werden.  Für die weitere medikamentöse Begleitung werden 60,– € brutto für 3 Monate verrechnet.

Je nach Fall kann zusätzlicher Aufwand entstehen, zum Beispiel durch erweiterte Untersuchungen, Labor, weiterführende Diagnostik oder eine Überweisung an spezialisierte Kliniken oder Fachärzte. Sollte ein höherer Aufwand absehbar sein, wird dies selbstverständlich vorab mit den Besitzer besprochen.

Sollte im Einzelfall ein Hausbesuch notwendig und vorab vereinbart sein, wird zusätzlich ein Fahrt- beziehungsweise Mehraufwand von 0,50 € pro Kilometer verrechnet.

Folgetermine

Weitere Folgetermine können je nach Bedarf vereinbart werden und werden mit 120,– € brutto pro Termin verrechnet. Inhalt und Umfang werden vorab persönlich besprochen.

Ablauf der verhaltensmedizinischen Evaluierung

Damit ich mir bereits vor dem Termin ein möglichst gutes Bild machen kann, erhalten Sie zunächst einen ausführlichen Fragebogen. Diesen bitte ich Dich vollständig auszufüllen und vorab an mich zurückzusenden.

Zusätzlich sind alle vorhandenen Unterlagen hilfreich, die medizinisch oder verhaltensbezogen relevant sein könnten. Dazu gehören zum Beispiel tierärztliche Befunde, Laborergebnisse, Vorberichte, bisherige Untersuchungen, Medikamentenpläne, Trainingsberichte oder andere Dokumente, die helfen können, Deinen Hund besser zu verstehen.

Auch Videos aus dem Alltag sind sehr wertvoll. Sie zeigen oft Situationen, die im Termin selbst nicht oder nur schwer nachgestellt werden können – zum Beispiel Begegnungen mit Menschen oder Hunden, Alleinbleiben, Unruhe, Angstreaktionen, Spielverhalten, Stressanzeichen oder schwierige Alltagssituationen. Je mehr Informationen vorab vorliegen, desto gezielter kann ich mich vorbereiten.

Falls bereits ein Hundetrainer mit Ihnen arbeitet, ist eine Zusammenarbeit erwünscht. Gerade bei komplexeren Verhaltensproblemen kann die Abstimmung zwischen verhaltensmedizinischer Einschätzung und praktischem Training sehr hilfreich sein.

Je nach Fragestellung kann es sein, dass ich ergänzend noch einen weiteren Fragebogen zusende oder um zusätzliche Informationen bitte.

Nach Durchsicht der Unterlagen wird ein Termin vereinbart. Die Begutachtung beginnt in der Regel mit einem kurzen Spaziergang, um Verhalten, Ansprechbarkeit, Orientierung am Menschen, Umweltreaktionen und mögliche Auslöser außerhalb der Praxis besser einschätzen zu können. Anschließend findet die weitere Evaluierung in der Praxis statt.

Zum Termin gehören eine ausführliche Besprechung, die verhaltensmedizinische Einschätzung sowie – soweit im jeweiligen Fall sinnvoll und möglich – Beobachtung und gezieltes Austesten des Hundes. Eine klinische Untersuchung sowie eine orthopädische und neurologische Untersuchung sind im Preis inkludiert. So können körperliche Ursachen, Schmerzen oder andere medizinische Einflussfaktoren mitbedacht werden.

Im Anschluss werden alle Informationen zusammengeführt. Je nach Fragestellung entsteht daraus ein individueller Therapieplan mit Empfehlungen zu Alltag, Management, Training, Beschäftigung, Kommunikation und – wenn sinnvoll – medizinischer oder medikamentöser Unterstützung.

Medikamente dienen dabei nicht dazu, einen Hund ruhigzustellen oder seine Persönlichkeit zu verändern. Sie können helfen, Angst, Stress oder innere Anspannung zu reduzieren, damit der Hund wieder ansprechbarer wird und Lernen überhaupt möglich werden kann.

Bei privaten Anliegen kann die weitere Begleitung auch über telefonische oder videobasierte E-Consultings erfolgen. Hausbesuche sind nur in Ausnahmefällen möglich und werden individuell besprochen.

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